Imkerei

  • Veröffentlicht: Montag, 04. Dezember 2017 22:29

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ir schrieben das Jahr 2015, als eines unserer naturverbundenen Mitglieder - Stephan Hegewald, Garten Nr. 18 - eine Imkerei innerhalb unseres Kleingartenverein "Alte Mühle" e.V. startete. Seines Zeichens Hobby-Imker, erlangte er dazu seit 2013 jegliches Imker-Wissen autodidaktisch und ließ sich von diesen kleinen elfenhaften Wesen dermaßen in ihren Bann ziehen, so dass er 2015 sein erstes Volk für 150,- EUR erwarb.

Den Anfang der Imkerei im KGV machte schließlich ein Bienenvolk der Unterart 'Landbienen'. Bereits im ersten Jahr konnte damit ein Ertrag von 42kg Honig eingeholt werden.

Geimkert wird auf der Streuobstwiese mit Einfachbeute von 1,5er DNM (Deutsch-Normal-Maß) im ungeteilten Brutraum, sowie ½ Zandermaß im Honigraum und offenem Boden. Als Schleuderraum und Wirtschaftsgebäude zum Sieben, Rühren und Abfüllen dient der Garten Nr. 17.

Die Varroamilde wird mit biologischen Mitteln, wie Ameisensäure, Milchsäure und Oxalsäure bekämpft, so dass unsere Bienchen in Ruhe und geschützt ihrer Arbeit nachgehen können.

 

Aus dem anfänglichen 2015er-Bienenvolk konnten schließlich zwei Ableger erstellt werden.
Im Frühling des Jahres 2016 wurden alle drei Bienenvölker erfolgreich ausgewintert, so dass damit erstmals gleichzeitig drei Wirtschaftsvölker vorhanden waren. Mit diesen erreichten wir schon in der Frühtracht einen guten Ertrag, welcher aus Ahorn, Löwenzahn, Bärlauch, Obstblüten und Kastanie bestand.

Auf Raps konnte in der Frühtracht verzichtet werden. Die Frühtracht war dadurch cremig, während die Sommertracht (welche aus Linde, Blatt- und Honigtau aus dem Auenwald bestand) eine eher flüssige Konsistenz aufwies.

Die Jahresbillanz 2016 ergab sich auf einen großartigen Honigertrag.

Seit 2016 werden alle Völker der 'Landbienen' sukzessive auf 'Buckfastbienen' umgestellt. Im Jahr 2017 sind außerdem vereinzelt Holzbienen im KGV gesichtet worden.

Über das Jahr 2016 hinweg wurden weitere 7 Jungvölker abgelegt, so dass wir 2017 mit 10 Wirtschaftsvölkern weiter imkern durften.
2016 und 2017 erschloss Stephan zudem mit dem Güterverkehrszentrum (am Porschewerk) und innerhalb des Auenwaldes zwei weitere Standorte und konnte so die Anzahl an Bienenvölkern und den daraus resultierenden Honig-Ertrag weiter vergrößern.

So umfasste Ende 2017 die Anzahl der Bienenvölker bzw. Bienenkästen stolze 20 Einheiten, womit der Ertrag auf durchschnittlich 500kg erhöht werden konnte. Für 2018 sollen alle 20 Völker eingewintert werden.
Eine Bienenzucht betreiben wir jedoch nicht. Lediglich die Königinnen werden vermehrt, bzw. von Zuchtköniginnen selbst nachgezogen. Wir regulieren die Drohnenbrut nicht, denn Bienenvölker brauchen auch Drohnen. Sollten Völker nicht überzeugen, werden diese aufgelöst oder umgeweiselt.

Das Güterverkehrszentrum enthält vorrangig Blütenpollen vom Raps. Der Auenwald weist stark Ahorn bis zur Linde auf, während die KGV-Obstwiese mit Obst und Frühblühern vertreten ist.

 

Die Produkte, die in unserer Imkerei entstehen, beinhalten neben dem Honig, des weiteren Kerzen, Salben, Seifen und Met. Alle Produkte sind nur regional erhältlich, quasi in Leipzig vor Ort für einen Unkostenbeitrag zu erwerben. Der Vertrieb über einen Onlineshop ist aktuell nicht geplant.

Die Konstistenz des Honigs wird entsprechend des Kundenwunsches nach Streichfähigkeit gerührt. Es ist somit auch möglich, flüssigen Honig zu erhalten.

 

Du möchtest die Imkerei und Bienen in Begleitung des Imkers näher kennen lernen? Dann hast du von April bis Anfang Juli jeden Samstag vormittag die Gelegenheit dazu. Melde dich einfach bei Stephan im Garten Nr. 18 dafür an.

 

Solltest du weitere Fragen zu den fleißigen Bienchen unseres KGV haben, wende dich bitte an Stephan im Garten Nr. 18.

Mehr Bilder aus der KGV-Imkerei kannst du in der Imkerei-Galerie anschauen.

 

 

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in Hinweis des Bienenstand-Betreibers:

Werte Gartenfreunde,

in den Monaten April, Mai und Juni will der Bien sich vermehren. (Ein Bienenvolk wird als "Superorganissmus" angesehen und als einzelnes "Tier" genannt! Der Imker spricht dann von "dem Bien".)

Die Vermehrung des Bien erfolgt durch natürliche Teilung eines Schwarmes. Das bedeutet, dass sich ein Teil des Volkes mit der Königin auf den Weg macht, um ein neues Volk zu gründen. In der Regel sammelt sich der Schwarm vormittags an einem Baum in der Nähe des alten Volkes, während sich einzelne Bienen auf den Weg machen, eine neue Behausung zu suchen.
Ich betreibe an meinem Bienenstand Schwarmvorbeugung, welches das schwärmen der Völker weitestgehend verhindert. Falls ihr dennoch einen Bienenschwarm entdecken solltet (siehe Bild rechts), so verhaltet euch ruhig und ruft mich an.
Ich werde mich umgehend um den Schwarm kümmern und euch für eure Mühen entschädigen.

Mit freundlichen Grüßen
Stephan Hegewald

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